Allgemeine Informationen zur bienenfreundlichen Bewirtschaftung, ersetzen keine individuelle Beratung durch Fachpersonal.
Die erste Frühjahrsdurchsicht gibt Aufschluss darüber, wie ein Volk den Winter überstanden hat. Sie sollte ruhig und zügig erfolgen, um das Volk nicht unnötig auszukühlen.
Die Durchsicht erfolgt an einem milden, windstillen Tag, idealerweise bei Außentemperaturen über 12 Grad.
Ein geschlossenes, gleichmäßiges Brutbild deutet auf eine funktionierende Königin hin.
Reste des Winterfutters geben Hinweise darauf, ob eine Reizfütterung notwendig sein könnte.
Eine Windeldiagnose im Frühjahr liefert erste Anhaltspunkte zur Befallsstärke des Volkes.
Schwarmstimmung entsteht meist bei starkem Wachstum des Volkes in Kombination mit reichem Trachtangebot. Erste Anzeichen sind gebaute Weiselzellen am Rand oder Unterrand der Waben. Diese werden bei der wöchentlichen Kontrolle in der entsprechenden Saisonphase gezielt gesucht.
Wird eine Weiselzelle gefunden, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, etwa die Bildung eines Ablegers. Welche Methode geeignet ist, hängt von der Volksstärke, der Jahreszeit und den Zielen der imkernden Person ab. Diese Entscheidung wird im Kurs praktisch besprochen.
Nur verdeckelte Waben mit ausreichend niedrigem Wassergehalt werden entnommen.
Die Wachsdeckel werden vorsichtig entfernt, bevor die Wabe in die Schleuder kommt.
Durch Zentrifugalkraft wird der Honig aus den Waben gelöst, ohne die Wabenstruktur zu zerstören.
Grobe Wachsreste werden gesiebt, bevor der Honig gemäß Lebensmittelbuch abgefüllt und beschriftet wird.
Die Varroabehandlung im Spätsommer und Herbst folgt den Vorgaben des Bienenseuchengesetzes und den Anwendungshinweisen der zugelassenen Präparate. Eigenmächtige Abweichungen von den Zulassungsbedingungen sind nicht zulässig.
Befallskontrolle vor der Behandlung: Eine Erhebung des Varroabefalls hilft, den geeigneten Behandlungszeitpunkt zu bestimmen.
Zugelassene Mittel verwenden: Nur in Österreich zugelassene Varroazide dürfen gemäß den Vorgaben angewendet werden.
Behandlung dokumentieren: Datum, Mittel und Menge werden in einem Behandlungsjournal festgehalten.
Wirkungskontrolle: Nach der Behandlung wird der Erfolg über eine erneute Befallskontrolle überprüft.
Im Kurs werden alle genannten Punkte am realen Bienenvolk gezeigt und besprochen.
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